Eine globale (Steuer-)Revolution
Chris Edwards und Daniel J. Mitchells neues Buch “Global Tax Revolution” dürfte auch für die Interessenten der Initiative Umsteuern von großem Interesse sein. Die beiden Autoren untersuchen einen der wichtigsten Aspekte der Globalisierung, den internationalen Steuerwettbewerb. Mit zunehmender Mobilität und ansteigenden internationalen Kapitalströmen genießen Bürger und Unternehmen mehr und mehr Freiheiten durch Arbeit und Investition in Staaten mit niedrigen Steuersätzen. Diese Bewegungsfreiheit von Arbeit und Kapital übt auf die Staaten zunehmenden Druck aus die Besteuerung von Einkommen, Investitionen und Vermögen zu reduzieren.
Dieses Buch ist eine Chronik von Steuerreformen rund um den Erdball in den vergangenen Jahrzehnten. Es beschreibt die drastische Senkung der Unternehmensbesteuerung in Irland, die Steuerflucht erfolgreicher Unternehmer und Anleger aus Frankreich und die Einführung eines einfachen Flat-Tax-Steuersystems in mehr als zwanzig Ländern der Erde.
Wie andere Aspekte der Globalisierung erzeugt auch die internationale Steuerkonkurrenz erbitterten politischen Widerstand. Unzählige Regierungen und internationale Organisationen opponieren gegen Steuersenkungen und treten für Restriktionen diesbezüglich ein. Die Autoren stellen die Stichhaltigkeit der ablehnenden Argumente dieser Interessengruppen in Frage und halten dem entgegen, dass der Steuerwettbewerb die wirtschaftlichen Entwicklung fördert, der Entfaltung elementarer Menschenrechte entgegen kommt und eine weitere Ausweitung der staatlichen Macht verhindert. Sie argumentieren, dass jedes Land durch eine Reformierung des Steuersystems seine wirtschaftliche Dynamik und den Wettberb ankurbeln kann. Sie zeigen nicht nur auf, wie die gegenwärtigen Steuerregeln in den USA Löhne und Investitionen belasten, sondern setzen dem auch Idee für eine Steuerreform entgegen, die Arbeitnehmer und Unternehmen entlastet, um sie wieder fit für den globalen Wettbewerb zu machen. Statt sich dem allgemeinen Wehklagen über Arbeitsplatzverluste und Kapitalflucht der Globalisierungskritiker anzuschließen, brechen die Autoren eine Lanze für Steuerreformen, die in jedem Land eine solide Basis für Produktivität und Wohlstand bilden und damit per se für eine günstige Ausgangsposition im internationalen Handel sorgen.
In diesem Zusammenhang ist auch Dan Mitchells Videocast zur Flat Tax sehr sehenswert.
Ein Kommentar zum Artikel “Eine globale (Steuer-)Revolution”
PEINLICH!
Ich bin soeben dem Link gefolgt “Videocast zur Flat Tax”, der hier als “sehr sehenswert” beschrieben wird. Ich kam mir vor, als stünde ich einem Gebrauchtwagenverkäufer gegenüber. Argumente, wenn von solchen überhaupt die Rede sein kann, sind alles andere als tiefgründig. Wachstumsraten ehemals kommunistischer Länder sind schon deshalb höher als unsere, weil deren Sozialprodukt absolut ein Zehntel des unsrigen entspricht. Island als eines der reichsten Länder der Welt zu bezeichnen, lässt jeden sofort auf das Ursprungsdatum blicken. Schon dieser Blick lässt vermuten: Verfallsdatum abgelaufen!
Liebe Friedrich Naumann Stiftung, viele Eurer Beiträge sind wertvoll! Dieser ist es nicht.
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