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Stipendiaten steuern um

17 March 2009 | Initiative

Die neue Initiative der Stiftung für die Freiheit umSteuern – “Freiheit braucht Mut” wird maßgeblich durch stipendiatisches Engagement mitgetragen. Der Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales ist dabei federführend.

 

Für Ekkehard Köhler, Promotionsstipendiat, ist das Initiativen-Engagement der Stipendiaten selbstverständlich: „Wir freiheitlich denkenden Menschen nicken den Status Quo nicht einfach ab – wir sind kritisch und aktiv – und deswegen haben wir wohl auch die Chance bekommen, Stipendiat bzw. Stipendiatin der Stiftung zu werden. Wenn es einen gemeinsamen Nenner unter uns kritisch Denkenden gibt, so findet sich dieser wohl in der Fragestellung, wie eine bürgersouveräne Ordnung geschaffen werden kann, die den Bürger zum Subjekt unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung erhebt:
Keiner von uns will einen bevormundenden Staat erleben und wohl jeder  kritisiert die schleichende Vermachtung in bestimmten Bereichen, die Berücksichtung von Sonderinteressen – sei es in der Politik oder in der Wirtschaft. Wir möchten zur Weiterentwicklung unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung beitragen und das frei von ideologischen und parteipolitischen Zwängen – ganz im Lichte des individualistischen Prinzips. Und aus diesem Grund ist es wohl selbstverständlich, aktiv für die Freiheit einzutreten, vor allem im Vordergrund der lauter werdenden Rufe nach einem allmächtigen Staat.“

 

Matthias Bosbach und Philipp Berrsche, beide Stipendiaten in der Grundförderung, erklären worum es inhaltlich bei der Initiative „umSteuern“ geht: „Die Mitte unserer Gesellschaft treffen die Auswirkungen der Generationenproblematik am härtesten: Beitrags- und Steuererhöhungen, steigende Staatsverschuldung und sinkendes Leistungsniveau, gleichzeitig private Vorsorge für sich selbst und die eigenen Kinder. All das ist mit dem jetzigen System nicht finanzierbar. Natürlich wissen wir das schon seit Jahrzehnten. Und bis jetzt konnte man wesentliche Reformen auch immer nach hinten verschieben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich jetzt bei UmSteuern engagieren, gehören aber zu den ersten Jahrgängen, bei denen das nicht mehr möglich sein wird. Für uns ist der Moment gekommen, an dem unsere Gesellschaft nicht mehr länger vor sich hin wursteln kann. Entweder wir reformieren uns jetzt, oder wir gehen bald bankrott.

 

Daher soll die Mitte für liberale Reformen der sozialen Sicherung und Personenbesteuerung gewonnen werden. Nur, indem der Einzelne mehr Freiheit über sein eigenes Leben gewinnt, kann die kommende Krise bewältigt werden. Dafür ist es nötig, die Umverteilungs- und Anspruchsmentalität, die unser Land in den 1970ern erfasst hat, zu ändern. Denn das System, in dem wir momentan leben, verteilt schon heute, was morgen erst erwirtschaftet wird. Auch wenn es abgedroschen klingt: weniger Transfer und mehr Eigenverantwortung sind für uns der einzige Weg zu echter Nachhaltigkeit.“

 

Mit ihren Politikvorschlägen will die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit die Notwendigkeit eines „umSteuerns” in der Politik hin zu mehr Freiheit aufzeigen und deutlich machen, wie dringend die Schaffung entsprechender gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ist.


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